|
| |||||||||||||||

Von 2006 bis 2010 wurden in Baden-Württemberg 96 Senioren zu Schulmediatoren ausgebildet. Sie erhielten eine zusätzliche Schulung im Programm "No blame approach" gegen Mobbing in Schulklassen und setzen dieses Programm mit großem Erfolg ein. Unsere ersten 12 Senior-Schulmediatoren arbeiten seit 2006 an sechs Hauptschulen. Zurzeit sind die Mitglieder unseres Vereins jeweils im Tandem an 45 Schulen in Stuttgart, Freiburg und in der Metropolregion Rhein-Neckar. Anfänglich haben wir vorwiegend Real- und Hauptschulen gewählt, zur Zeit gehen „unsere Neuen“ auch sehr gerne in Grundschulen.

Manchmal ist das Leben schon komisch. Während Eltern und Kinder sich längst in den immergleichen Konflikten fest gebissen haben; gelingt es Oma und Opa relativ rasch, die starren Fronten aufzulösen. Seit 2006 gibt es auch in der Rhein-Neckar-Region einen SiS-Ableger, bei dem sich Männer und Frauen ab 55 Jahren zu ganz besonderen Konfliktschlichtern ausbilden lassen können und das umsonst. Einmal in der Woche gehen sie dann für rund fünf Stunden in eine Schule. Im Gespräch mit den Seniorpartnern lernen die Jugendlichen, Konflikte kultivierter auszutragen und erarbeiten gemeinsam eine gewaltfreie Lösung, die keinen Verlierer zurücklässt. Gesucht werden als Seniorpartner gestandene Menschen ab 55 Jahren, deren Haltung gegenüber Kindern und Jugendlichen geprägt ist von der Kraft des positiven Denkens. Gearbeitet wird in Zweierteams. Begleitung und Betreuung leistet der Verein. Was sind das nun für Streitigkeiten, die die Seniorpartner erwarten? Manchmal sind es Konflikte zwischen zwei Jugendlichen, die sich über Jahre angestaut haben, manchmal ist es nur ein Zoff zwischen besten Freundinnen, die sich gerade in den gleichen Jungen verguckt haben. Manchmal sind es aber auch harte Fälle, in denen Mobbing eine Rolle spielt. Die Nachfrage in den Schulen ist immens. Auch deshalb hoffen wir, dass sich noch fitte, junge Ältere melden, und sich auf dieses Abenteuer einlassen. Um als "gelassene Ältere" die jungen Wilden zu beschwichtigen, werden die Seniorpartner gut gerüstet. 60 Seminarstunden und 20 Stunden Supervision in den ersten zwei Jahren der Tätigkeit an Schulen sind Verpflichtung. Unterricht und Unterbringung wurden bis 2008 vom Bundesfamilienministerium bezahlt.
(der obige Text entstand in enger Anlehnung an einen Artikel der Journalistin Frau Kirsten Baumbusch in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 24.11.2006)
| Letzte Änderung: 07.09.10 | Besucher (seit 01.10.2006): 04001 | Online: 00001 | Impressum |




