Tja, Sie wollen wissen, wie alles begann? Natürlich mit einer Idee! Aber ich möchte zunächst einmal kurz auf die demografische Entwicklung zu sprechen kommen. Diese zeigt auf, dass in den nächsten Jahren etwa ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein wird.

Viele Menschen, die in die dritte Lebensphase gehen, d.h. der Beendigung der Berufstätigkeit, sind immer jünger, gesünder und leistungsfähiger. Vor ihnen liegt ein Zeitraum von ca. 15 bis 20 Jahren, in denen die meisten nicht nur Entspannung und Hobby pflegen wollen, sondern immer öfter und intensiver der Wunsch nach einer sinnvollen freiwilligen Betätigung bewusst wird (siehe Berliner Altersstudie; Professor P. B Baltes).
So kam es, dass ich intensiver darüber nachdachte, in welcher Weise diese kompetente Population zivilgesellschaftliche Funktionen übernehmen kann. Wenn wir die jetzigen gesellschaftlichen Lebensbedingungen betrachten, ist festzustellen, dass durch äußere Umstände die Generationen strenger voneinander abgegrenzt als früher leben. Junge Menschen erfahren immer seltener – vor allem in städtischen Lebenswelten – was es bedeutet, Großeltern zu erleben, von ihren Lebenserfahrungen zu profitieren, Wärme, Nähe, Gelassenheit und vieles mehr zu erfahren.
Hier sah ich einen Ansatzpunkt, um die Verantwortung einer Generation für folgende Generationen zu übernehmen. So begann sich langsam das Konzept zu verdichten.
Mein Projekt Junge Alte – Partner der Jugend erfasst dem Oben Gesagten folgend zwei globale Lebensalter und könnte sich auf breite Schichten der Bevölkerung auswirken. Und zwar aus einem einfachen Grund: alle Kinder durchlaufen die Schule.
Im Bereich Schule wird von allen Beteiligten immer intensiver das unsoziale und gestörte Verhalten der Schülerinnen und Schüler untereinander beklagt. Da die Kommunikation zwischen Großeltern und Enkeln besonders gut funktioniert, sollte genau dieses Moment genutzt werden und die Enkelgeneration dort abgeholt werden, wo sie am besten zu erreichen ist.
Wenn eben die Generationen sich immer weniger im Familienverband, vor allem in städtischen Lebenswelten, begegnen, ist m.E. die Schule der Ort, an dem sich die schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen die längste Zeit des Tages aufhalten und somit hervorragend geeignet für generationsübergreifende Begegnungen.
SiS e.V. wurde von mir im Jahre 2001 übrigens ohne jede öffentliche Hilfe gegründet. Senioren engagieren sich nach einer kostenlosen Ausbildung zu MediatorInnen bei SiS e.V. freiwillig, weltanschaulich und parteilich unabhängig mit anderen sozial motivierten, pädagogisch befähigten Menschen im Projekt SENIORPARTNER IN SCHOOL E.V.. Ihre Aufgabe: Konfliktschlichtung und Gewaltprävention in allen Schulformen bundesweit.
Ich lade Sie hiermit ein: zum Informieren, Kennenlernen, zum Austausch und zur Zusammenarbeit. Lassen Sie uns gemeinsam eine lebenswertere soziale Welt gestalten.

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